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Zwischen Sherry, Flamenco und Pferdeschau – Spanische Kultur einmal anders

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(04.02.2018) Spanien – zweitbeliebtestes Reiseland der Deutschen. Aber was an der Kultur zieht uns Jahr für Jahr in den Süden?
Besonders traditionsreich ist das andalusische Jerez de la Frontera. Mit 200.000 Einwohnern zwar recht beschaulich, doch die Kultur reicht weit zurück. Unter dem maurischen Einfluss entwickelte sich hier ein Brauchtum, das heute umso mehr unzählige Touristen anzieht – und das nicht nur aus
Deutschland.
Schon seit dem 13. Jahrhundert feiern die Menschen ihre Feria del Caballo – ein Pferdefest, das weit mehr zu bieten hat als bloße Reitvorführungen. In 300 kleinen Häuschen, so genannten Casetas, feiern die Spanier eine Woche lang ihre Kultur bei feinstem Serrano-Schinken, bestem Sherry und natürlich
höchster Reitkunst.Flamenco – das ist Spanien pur. Seine Wurzeln hat der sinnliche Tanz in
Andalusien; ganz im Süden der iberischen Halbinsel. Schon zur Römerzeit sollen Tänzerinnen aus der Gegend bei Festen den sinnlichen Tanz aufgeführt haben. Sie begleiteten sich mit einer Art Klapper, den
wahrscheinlichen Vorläufern der heutigen Kastagnetten. Jetzt klappern vor allem Touristen damit durch die beschauliche Altstadt.
Die Römer sind schon lange fort, geblieben ist bei den Andalusiern jedoch dieLiebe zum Feiern der Feste.
Spanische Vox-Pops:
„Die Feria ist sehr wichtig für uns. Wir freuen uns und warten das ganze Jahr darauf, weil wir mit der ganzen Familie kommen können. Es ist so toll, weil wir tanzen und viel Spaß haben.“
„Die Feria ist ein kulturelles Ereignis. Als Kinder kamen wir mit unseren Eltern hierher. Als Jugendliche kamen wir mit unseren Freunden, und mittlerweile bringen wir unsere eigenen Kinder hierher.“

Und auch das ist typisch für Spanien: Stil und äußerste Disziplin machten die königlich-andalusische Hofreitschule in Jerez de la Frontera weltweit bekannt.
Hier wird in Form der Doma Clasíca die Klassische Reitkunst praktiziert und gelehrt.
Schon seit den Zeiten der Mauren sind Mensch und Pferd in Andalusien eng miteinander verbunden.
Doch mitten im andalusischen Sherry-Dreieck gibt es noch viel mehr zu entdecken. In Jerez de la Frontera, dem Heimatort des Sherry, ist man besonders stolz auf dieses Nationalgetränk. In Spanien und auf der ganzen Welt genießen ihn die Menschen in geselliger Runde zu einem leckeren
Essen.
Angebaut wird er in den Weinbergen rund um die berühmte 200.000- Einwohner-Stadt, die dem Sherry seinen Namen gibt; stammt er doch von der alten Aussprache des Namens der Stadt Xerez (sprich: Scherez) ab.
O-Ton George Sandeman:
„We have three big things, or maybe four: we have horses, bulls, Sherry and Flamenco. For us, Sherry is an integral part of a lifestlye. It’s everything, it’s part of our culture. We enjoy Sherry, it’s the wine that’s made here. It’s a wine enjoyed by everybody. And we like it with the food, we like it without the food
but more with the food. So it’s part of our family.“
(„Wir haben drei wichtige Sachen: Pferde, Stiere, Sherry und Flamenco. Für uns ist der Sherry ein wichtiger Teil unseres Lifestyles. Er steht für alles; er ist ein Teil unserer Kultur. Wir genießen den Sherry, den Wein der hier produziert wird. Jeder mag diesen Wein. Wir trinken ihn zum Essen, aber
auch gern zwischendurch. Er gehört einfach zur Familie.“)

Und auch hier darf der Sherry nicht fehlen: beim traditionellen Pferdefestival„Feria del Caballo“. Ab dem 13. Jahrhundert wurden hier die besten andalusischen Pferde verkauft; heute wechseln noch erlesene Weine und regionale Spezialitäten den Besitzer.
Alljährlich beginnt das Pferdefest mit der so genannten Alumbrado. Nach Einbruch der Dämmerung verzaubern weit über eine Million Lichter die spanische Stadt – und versetzen so manchen Besucher ins Staunen.
Erst dann wird auf einem der größten spanischen Feste deutlich, wie das Leben auf der iberischen Halbinsel tatsächlich abläuft. Rassige Pferde, mitreißende Tänze, bester Sherry und tiefe Freundschaften stehen hier im Vordergrund – und das bis in die frühen Morgenstunden.
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